Technik

Rhyolith – Aussehen



Rhyolith, der umgangssprachlich meist als Porphyr bezeichnet wird, ist ein vulkanisches Gestein. 
Im Gegensatz zu Graniten ist dieser Stein sehr schnell erkaltet. Deshalb konnten nicht alle Minerale gut sichtbar auskristallisieren. So ist es für diesen Steine typisch, dass einzelne Minerale als sogenannte Einsprenglinge gut erkennbar sind. Die einzelnen Minerale in der Grundmasse können mit bloßem Auge nicht unterschieden werden.


www.montigglerporphyr.it / Naturnaher Stein mit lebendigem Dekor

Rhyolithe vwerfüguen über ein lebhaftes Erscheinungsbild. Sie bewegen sich in der Regel in einem grau bis rotviolettem Farbspektrum. Intensive rötliche Tönungen kommen vor allem bei mexikanischen und chinesischen Sorten sowie bei dem aus dem Raum Trento stammenden Camparta Red vor. In seltenen Fällen ist die Grundmasse (z.B. Sarner Grün) grünlich eingefärbt.

Rhyolith – Magmatisches Ergussgestein
Rhyolithe zählen zu den Vulkaniten und sind die Ergussäquivalente der Granite. Deshalb weisen sie nahezu den gleichen Mineralbestand wie Granite auf. Auf Grund der raschen Abkühlung konnten sich jedoch keine typischen granitischen Strukturmerkmale ausbilden. Betrachtet man Rhyolithe jedoch unter dem Mikroskop, so werden häufig mikrogranitische oder mikrosphärolitische Strukturen erkennbar.


www.naturstein-datenbank.de / Porfido Trentino

Der Stein besteht aus einer makroskopisch nicht differenzbaren Grundmasse, in die vereinzelte Einsprenglinge eingelagert sind. Rötlich bis gelblichbraune Wolkungen, die je nach Handelssorte weiche Übergänge oder scharfe Abgrenzungen zeigen, sind auf dispers verteilte Eisenoxide in unterschiedlichen Konzentrationen zurückzuführen.



Dipl.-Ing.(FH) Detlev Hill
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Beitrag erstellt am 31.8.2018

Marmor – Aussehen

Marmor kann in der Natur in den unterschiedlichsten Farben vorkommen. In seiner Reinform ist Marmor schneeweiß. Diese weißen Marmorsorten sind jedoch sehr selten. Zu ihnen zählen beispielsweise Thassos, Bianco Sivec oder Lasa. Auch innerhalb der Brüche dieser weißen Marmorsorten kommt es zu farblichen Abweichungen. Wegen der aufwendigen Sortierung und geringen Ausbeute hat der rein weiße Marmor einen entsprechend hohen Preis. Er ist jedoch von zeitloser Eleganz.


www.naturstein-datenbank.de / Arabescato Cervaiole

Meist wird bei Marmor das Dekor durch Aderungen in unterschiedlichen Abständen und Breiten bestimmt. Dabei ist jede Platte ein Unikat. Typisch für Marmor ist eine große optische Tiefenwirkung. Diese kommt am besten bei polierten Oberflächen zur Geltung. Da Marmor durchscheinend ist, entsteht bei Hinterleuchtung eine sehr dekorative Wirkung. Schwarze Marmorsorten, wie häufig in Prospekten aufgeführt, gibt es nicht.

Marmor – farbgebende Minerale
Marmor besteht überwiegend aus dem Mineral Calcit. Da es durch durch die Metamorphose von Kalkstein zu Marmor zu einer Rekristallisation der Calcitminerale kam, weisen diese eine hohe transluzent auf. Die Sekundärfarben der Aderung sind häufig durch die Minerale Graphit (grau bis schwarz), Hämatit (rot), Limonit (gelb) verursacht. Diese können auch bei disperser Verteilung zu einer entsprechenden Modifizierung des Grundfarbtons beitragen.


www.naturstein-datenbank.de / Rosa Portogallo

Rein weiße Sorten sind sehr selten. Auch innerhalb dieser Sorten kann es durch akzessorische Beimengungen zu optischen Abweichungen vom rein weißen Farbton kommen. Großformatige Werkstücke in einer reinweißen Selektion sind sehr schwer herstellbar. Dekorative, stark geaderte Marmorsorten können im „Open book“ verlegt werden. Bei dieser spiegelbildlichen Verlegeart müssen die, im Rohblock aufeinanderfolgenden Unmaßtafeln jeweiligen abwechselnd von der Vorder- und der Rückseite poliert werden. Da die Metamorphose von Kalkstein zu Marmor unter hohen Temperaturen und Drücken verlief, enthält Marmor keine Fossilien, selbst wenn im Ursprungsgestein Fossilien enthalten waren.

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Beitrag erstellt am 30.5.2018

Kalkstein – Aussehen

Kalksteine bewegen sich häufig in einem hellbeigen Farbspektrum. Es sind jedoch auch rötliche bis braune sowie unterschiedlich abgestufte graue Grundfarbtöne möglich. Am Markt werden des Öfteren schwarze Marmorsorten angeboten. Schwarzen Marmor gibt es nicht. Auch hierbei handelt es sich in der Regel um schwarze Kalksteine. Häufig zeigen Kalksteine ein geadertes Gefügebild, weshalb sie häufig mit Marmor verwechselt werden.


Kalkstein Jura Deutschgelb mit fossilien Einlagerungen

Im Gegensatz zu Marmor, der durch seine kristalline Umwandlung sehr durchscheinend wirkt, ist die Transluzenz bei Kalksteinen wesentlich geringer. Man kann dies beispielsweise an einer Natursteinfliese prüfen. Hält man eine derartige Fliese gegen das Licht, so kann man seine Finger bei einer Marmorfliese meist durch die Fliese hindurch erkennen. Bei einem Kalkstein ist dies nicht der Fall. Kalksteine zählen zu den wenigen Gesteinsarten, die Fossilien enthalten können, was sie sehr beliebt macht.

Kalksteine – transparente Calcitadern
Adern entstehen in Gesteinen meist dann, wenn es durch tektonische Bewegungen der Erdkruste zu Rissbildungen in den Gesteinskomplexen kommt. Sie treten im Gestein in unterschiedlicher Verteilung und Größe auf. Adern sind für das jeweilige Dekor entscheidend. Neben den breiteren, oft farbig gefüllten Adern sind in Kalksteinen häufig auch kleinere Risse mit transparentem Calcit sekundär verfestigt, so dass die ehemals unverfüllten Risse nach der Verheilung kein Problem mehr darstellen.

Bautechnische Relevanz:
Derartige, natürlich verheilten Stiche werden immer wieder von Bauherren als Mangel gerügt. Es wird vermutet, dass die Werkstücke bei der Fertigung beschädigt und transparent verklebt wurden. Dem ist jedoch nicht so, wie man auf der oberen Abbildung ganz klar erkennen kann. Es wäre technisch überhaupt nicht möglich, eine Verklebung mit einem solchen Versatz herzustellen. Diese feinen, transparenten Calcitadern sind natürlichen Ursprungs und nicht als Mangel zu werten. Es besteht bei vollständiger natürlicher Ausheilung keine Gefahr, dass Werkstücke an dieser Stelle nochmals brechen könnten.

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Beitrag erstellt am 2.2.2018

Konglomerat – Aussehen

Typisch für Konglomerate sind gerundete Gesteinsbestandteile unterschiedlicher Größen und Farben, die in eine graue oder farbige Grundmasse einzementiert sind. Sie ähneln in ihrem Aussehen einem rohen Beton, sind aber auf natürliche Weise entstanden. Die enthaltenen Gesteinsbruchstücke aus Gebirgsmassiven wurden während des Transports über Gebirgsbäche und Flüsse stark angerundet, was auch heute noch gut erkennbar ist. Die teilweise recht unterschiedliche Farbe der enthaltenen Gesteinsbruchstücke erklärt sich aus ihrer unterschiedlichen Herkunft.


Konglomerat aus Deutschland – Brannenburger Nagelfluh

Die Oberfläche ist meist nicht einheitlich geschlossen, sondern enthält Hohlräume unterschiedlicher Größen. Dies ist kein Mangel, sondern entstehungsbedingt für diese Gesteinsfamilie typisch. Auf der kleinen Fläche eines Handmusters wirken Konglomerate meist recht bunt. Betrachtet man ein Konglomerat jedoch auf einer großen Fläche, so wirkt es in der Regel sehr einheitlich.

Konglomerate – Die wiederverfestigten Abtragungen von Gebirgen

Die in Deutschland verbauten Konglomerate stammten meist aus den Alpen. Im Bereich nördlich der Alpen sind Brannenburger Nagelfluh, Ternitzer- oder Lindabrunner Konglomerat typische Vertreter dieser Gesteinsfamilie. Südlich der Alpen, im italienisch sprachigen Bereich, werden derartige Gesteine als „ceppo“ bezeichnet. Die rundliche Form enthaltenen Klasten ist auf den fluvitalien Transport der erodierten Ursprungsgesteine zurückzuführen. Durch geringe Beimengungen von Hämatit oder Limonit kann es zu einer entsprechenden gelblichen bis rötlichbraunen Einfärbung der Matrix kommen. Durch den geringen auflastenden Druck während der diagenetischen Verfestigung weisen die alpinen Konglomeraten viele Hohlräume innerhalb des Gefüges auf.


Ein metamorph überprägtes Konglomerat – Black Marinace aus Brasilien

In den letzten Jahren sind neben den bekannten Konglomeraten der Alpen auch dekorative Konglomerate aus Übersee, vor allem Brasilien, auf den deutschen Markt gelangt. Diese zeigen häufig eine leichte metamorphe Überprägung, was an der Verformung der ursprünglich rundlichen Klasten erkennbar ist. Die Metamorphose bewirkte auch ein kompakteres Gefüge mit weniger Hohlräumen. Die Matrix dieser Dekorgesteine zeigt eine größere farbliche Bandbreite, die von grünlichen über rötliche bis hin zu nahezu schwarzen Farbtönen reicht.

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Beitrag erstellt am 18.9.2017

Migmatit – Aussehen

Im Natursteinhandel werden Migmatite häufig als Granite bezeichnet. Es handelt sich dabei jedoch um eine eigenständige Gesteinsfamilie, die auch als Mischgneise bezeichnet wird. Granite würden niemals ein derart lebhaftes Dekor zeigen, denn sie haben immer ein relativ gleichmäßiges Erscheinungsbild. Anders die Migmatite.

Migmatit in einem Geschäft in Norwegen
Migmatit in einem Geschäft in Norwegen

Bei ihnen kann das Dekor innerhalb des gleichen Vorkommens und sogar innerhalb eines Rohblocks sehr stark wechseln. Deshalb ist eine Bemusterung mit kleinen Handmustern nicht möglich. Auch eine angemessene Anzahl kleiner Handmuster kann das Aussehen dieser Steine kaum wiedergeben. Wenn möglich sollten die Rohfateln, aus denen man die Werkstücke für die jeweilige Arbeit fertigt, gemeinsam mit dem Kunden ausgesucht werden.

Migmatite – Gefügemerkmale
Migmatite bestehen immer aus einem älteren Gesteinsteil (Paläosom), in den ein neuerer Gesteinsteil (Neosom) eingedrungen ist. Während das Paläosom in der Regel von dunkler Farbe ist, kann das Neosom sehr farbig ausfallen. Hier sind bei den unterschiedlichen Handelssorte die verschiedensten Farben von gelb, rot, grün oder violett möglich. Innerhalb der einzelnen Handelssorten kann die Textur von engständig bis weitständig wechseln. Deshalb ist die Bemusterung dieser Gesteinsfamilie sehr schwierig. Derartige Gesteine stammen sehr häufig aus Brasilien oder Indien.

Migmatit Juparana Colombo
Migmatit Juparana Colombo

Bautechnische Relevanz:
In den Sortiments- und Preislisten der jeweiligen Importeure werden Migmatite häufig als Granite bezeichnet. Gemäß EN 12440 sollte man hier jedoch die korrekte petrographische Bezeichnung verwenden, da das Texturbild von Graniten (homogen) und Migmatiten (wechselhaft) sehr unterschiedlich ist. Bemusterungen gemäß EN 12057 (Natursteinfliesen ) und EN 12058 (Treppen und Platten) können das optische Aussehen nur annähernd vermitteln, wenn Bemusterung und Lieferung nicht aus der gleichen Charge stammen. Hier ist eine Auswahl der Rohplatten im Lager des Großhändlers auf jeden Fall empfehlenswert.

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Beitrag erstellt am 15.11.2016

Glimmerquarzit – Aussehen

Glimmerquarzite werden spalttechnisch hergestellt und haben meist eine natürlich spaltraue Oberfläche, die keine weitere Bearbeitung benötigt. Auf diesen spaltrauen Oberflächen ist ein typisch silbriger Glanz erkennbar. Dieser wird durch feinschuppige Glimmerminerale, sogenannte Hellglimmer, hervorgerufen. Dies bewirkt eine hohe Reflektion des einfallenden Lichts. Man schafft lichtdurchflutete Räume.

Naturstein: Silberquarzit als Wandbelag und Bodenbelag in einer Unterführung
Silberquarzit als Wand- und Bodenbelag in einer Unterführung

Neben dem silbrigen Glanz der Hellglimmer treten häufig auch noch erdwarme Schmuckfarben in unterschiedlicher Ausdehnung und Intensität auf. Sie reichen von goldbeigen bis hin zu intensiv rotbraun Tönen. Bei den Glimmerquarziten sind die einzelnen Minerale im Gestein fein verteilt und mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Glimmerquarzit – Gefügemerkmle
Gemäß Definition der EN 12670 müssen Quarzite einen Mindestgehalt von 80 % Quarz aufweisen. Hellglimmer wie Muskovit und Serizit treten in diesen Gesteinen in wesentlich geringeren Mengen auf. Bei der Betrachtung der spaltrauen Oberflächen könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Hellglimmerminerale in einem wesentlich höheren Anteil im Gestein vorliegen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, da die Hellglimmer vermehrt in den Spaltflächen angehäuft sind und dort mehr oder weniger durchgängige Lagen bilden. Dies ist auch der Grund für die gute Spaltbarbeit. Als Sekundärfarben treten häufig eisenhaltige Minerale auf. Sie sind im Gestein nur akzessorisch enthalten, haben jedoch einen großen Einfluss auf das optische Erscheinungsbild und verleihen Glimmerquarziten ein besonderes Dekor im Bereich der erdwarmen Farbtöne.


Silberquarzit Farbvarietät Braunrötlich

Bautechnische Relevanz:
Der hohe Refektionsgrad der oberflächennahen Glimmerminerale erzeugt eine aufhellende Wirkung. Diese kann architekonisch gezielt zur Aufhellung dunkler Raumzonen eingesetzt werden. Im Laufe der Zeit kann es durch Nachlimonitisierungsprozesse zu einer Intensivierung der erdwarmen Sekundärfarben kommen. Dies tritt meist dann ein, wenn die Oberfläche häufig mit Wasser oder acidischen Fluiden beaufschlagt wird.

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Beitrag erstellt am 2.1.2014

Granit – Aussehen

Granite haben immer ein gekörntes, richtungsloses Gefüge, wie „Salz und Pfeffer“. Dabei kann die Größe der einzelnen „Körner“, je nach Granitsorte, recht unterschiedlich ausfallen. Die Bandbreite reicht von feinkörnigen bis riesenkörnigen Graniten. Innerhalb einer Handelsorte ist die Verteilung jedoch recht konstant, so dass sich ein einheitliches Aussehen der Flächen ergibt. Granite sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Häufig sind Granite hellgrau. Man findet sie jedoch auch in den Farben gelb, rosa, rot, braun, grün und blau. Schwarze Granite gibt es nicht.

Naurstein: Riesenkörniger Granit Kapustino
Riesenkörniger Granit Kapustino

Man kann die Minerale mit bloßem Auge leicht voneinander unterscheiden. Die Feldspäte sind für die Farben der Granite verantwortlich. Beim Quarz handelt es sich um die milchig trüben Bestandteile, die meist als Zwickelfüllungen vorkommen. Bei den Glimmern unterscheidet man in Hell- und Dunkelglimmer. Dunkelglimmer sind meist nahezu schwarz, Hellglimmer bewirken einen silbrigen Glanz der Granite.

Granit – Gefügemerkmle
Granite zeigen ein sehr gleichmäßiges Gefügebild. Mit Ausnahme von gelegentlichen Foliationen und Alterationen in kluftnahen Bereichen sind kaum optische Varianzen erkennbar. Gelegentliche treten Mineralanhäufungen, wie beispielsweise Biotitanhäufungen, auf. Granite bestehen sowohl aus opaken (Hell- und Dunkelglimmer), als auch aus transluzenten Mineralen (Feldspäte und Quarz). Im Wesentlichen sind die Alkalifeldspäte für die Farbe der jeweiligen Handelssorten verantwortlich. Bezüglich der Korngrößen unterscheidet man in der Regel zwischen feinkörnigen, fein- bis mittelkörnigen, mittelkörnigen, mittel- bis grobkörnigen, grobkörnigen und riesenkörnigen Graniten. Die jeweiligen Grenzen zwischen den einzelnen Korngrößen unterschieden sich bei verschiedenen Autoren. Die Angabe der Korngröße bezieht sich auf die durchschnittliche Größe der enthaltenen Feldspäte. Quarz und Glimmer werden zur Bestimmung der Korngrößen nicht heran gezogen.

Gesteine, die als Granite bezeichnet werden
Tabelle in Anlehnung an Weber/Hill “Naturstein für Anwender”

Bautechnische Relevanz:
Wegen des relativ gleichmäßigen Aussehens lassen sich mit Graniten große, homogene Flächen ausführen. Durch Alterationen des Mineralbestandes, beispielsweise durch Nachlimonitisierung der Dunkelglimmer, kann es, vor allem im Außenbereich, zu partiellen Veränderungen kommen. Auf dem internationalen Natursteinmarkt werden unterschiedliche Gesteinsfamilien unter der Bezeichnung Granit angeboten. Diese weisen zum Teil sehr wechselhafte Gefügebilder auf. Hierbei handelt es sich um Gesteine, die gemäß EN 12440 keine Granite im wissenschaftlichen Sinn darstellen. Die oben stehende Tabelle gibt eine Übersicht über Gesteine, die auf dem internationalen Markt als Granit gehandelt werden.
(Grün = Granit im wissenschaftlichen Sinne, Orange = Gesteine, im Handel mit der Bezeichnung Granit).

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Beitrag erstellt am 4.11.2013

Konglomerate – Entstehung

Konglomerate zählen zu den Sedimentgesteinen. Sie bildeten sich durch Ablagerungen von Gesteinsbruchstücken und Geröllen, die von Bächen und Flüssen über eine längere Strecke transportiert wurden. Dabei kam es zu einer Abrundung der Kanten dieser Bruchstücke. Auf den ersten Blick könnte man einige Sorten sogar für einen künstlich hergestellten Beton halten. Es sind jedoch echte Natursteine, sich im Laufe der Zeit zu einem kompakten Gestein verfestigten (Diagenese).

Branneburger Nagelfluh Konglomerat aus Bayern
Brannenburger Nagelfluh in Brannenburg / Deutschland

Auf der Abbildung ist der Übergang von den lockeren Gesteinsbruchstücken zu den zementierten, verfestigten Gesteinspartien gut erkennbar. Da die Entstehung dieser Gesteine unter geringem Druck erfolgte, sind offene Gesteinsporen für diese Gesteine typisch. Die einzelne Gesteinsbruchstücke sind mit bloßem Auge gut erkennbar.

Konglomerat – Petrographische Zuordnung
Konglomerate zählen zur Gesteinsgruppe der Sedimentgesteine. Sie sind aus Gesteinsbruchstücken zusammengesetzt, deren angerundete Kanten auf fluviatilem Transport beruhen. Die Verfestigung erfolgte bei den alpinen Typen meist durch calcitisches Bindemittel.

Bautechnische Relevanz:
Im internationalen Natursteinhandel sind in den letzten Jahren einige dekorative Konglomerte aufgetaucht. Diese enthalten zum Teil auch quarzitische Bestandteile. Viele dieser Konglomerate stammen aus Brasilien. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen sind in EN 12440 exakte Definitionen festgelegt. Die Prüfung erfolgt gemäß EN 12407. Hier wird der Begriff „conglomerate (engl.) = Konglomerat für diese petrographische Familie angegeben. Im Raum nördlich der Alpen ist noch die Bezeichnungen Nagelfluh für diese Gesteinsfamilie gebräuchlich. Südlich der Alpen, im italienischen Sprachraum, lautet die Bezeichnung für diese Gesteinsfamilie „Ceppo“.

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Beitrag erstellt am 24.07.2013

Glimmerquarzit – Entstehung

Glimmerquarzite zählen zu den Umwandlungsgesteinen (metamorphe Gesteine). Sie bildeten sich aus bereits vorhandenen Gesteinskomplexen (Primärgesteinen), die durch tektonische Bewegungen ins Innere der Erdkruste gelangten. Da die Bildung dieser Gesteine unter hohem Druck und/oder hohen Temperaturen stattfand, findet man in Glimmerquarziten keine Fossilien.

Silberquarzit Steinbruch Südtirol
Silberquarzit-Steinbruch in Südtirol / Italien

Glimmerquarzite entstanden aus ehemaligen Sandsteinen. Sie verfügen über durchgehende Glimmerlagen, die ein einfaches Spalten der Steine entlang dieser Lagen ermöglichen. Deshalb werden diese Gesteine am Markt überwiegend mit spaltrauen Oberflächen angeboten. Auf den Spaltflächen sind silbrig glänzende Glimmerminerale erkennbar.

Glimmerquarzit – Petrographische Zuordnung
Glimmerquarzite zählen zur Gesteinsgruppe der metamorphen Gesteine. Sie verfügen über durchgängige Lagen von Hellglimmern (Muskovit, Serizit), die größtenteils in den Ebenen, in denen der Stein gespalten wird, angelagert sind. Diese typischen Hellglimmer entstanden während der Metamorphose als Mineralneubildungen aus ehemaligen Tonmineralen.

Bautechnische Relevanz:
Im internationalen Natursteinhandel werden neben Glimmerquarziten des Öfteren auch quarzitisch gebundene Sandsteine unter der Handelsbezeichnung „Quarzit“ angeboten.. Eine weltweit, einheitliche Regelung zur Bezeichnung gibt es nicht. In den Preislisten italienischer Anbieter findet man Glimmerquarzite häufig unter der Sammelbezeichnung “pietre”, in diesem Sammelbegriff werden alle Steine zusammengefasst, die nicht unter die Bezeichnung „marmi“ und „graniti“ fallen. In China wird der jeweiligen Ziffernfolge gemäß GB/T 17670 ein “S” (slate = Schiefer) voran gestellt. Auch hier wird nicht zwischen Tonschiefern, Phylliten und Glimmerquarziten etc. unterschieden. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen ( EN 12670) müssen Quarzite einen Mindestgehalt von 90 Prozent Quarz und eine metamorphe Überprägung aufweisen.

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Beitrag erstellt am 15.04.2013

Tonschiefer – Entstehung

Tonschiefer liegen aus gesteinskundlicher Sicht im Grenzbereich zwischen Ablagerungs – und Umwandlungsgesteinen. Sie bilden eine eigene Gesteinsfamilie. Ihr Mineralbestand ist sehr feinkörnig. Die Tonschiefer entstanden aus ehemaligen Schiefertonen.

Tonschiefer
Tonschiefer im Untertagebau

Kommen Schiefertone mit Wasser in Kontakt, so sind sie quellfähig. Derartige Gesteine kann man in der Regel nicht für Bauzwecke einsetzen. Bei der Entstehung der Tonschiefer wurde der Mineralbestand umgewandelt, so dass die Tonschiefer bei Kontakt mit Wasser diese Eigenschaft nicht mehr aufweisen. Häufig werden Tonschiefer umgangssprachlich nur als Schiefer bezeichnet. Unter der Bezeichnung Schiefer bzw. Schieferung versteht man allerdings lediglich das optische Erscheinungsbild dieser Gesteine (Gefügebild). Auch andere Gesteinsfamilien, wie beispielsweise Gneise, können eine deutliche Schieferung zeigen. Man kann die meist nahezu parallel verlaufenden Lagen der Schieferung gut erkennen, wenn man einen Tonschiefer durchbricht oder an den Sägekanten betrachtet.

Tonschiefer – Petrographische Zuordnung

Tonschiefer werden in der Petrographie meist den metamorphen Gesteinen zugeordnet. In der untenstehenden Übersichtstabelle sind sie, in Abgrenzung zu den stärker metamorph überprägten Glimmerschiefern, en Sedimentgesteinen zugeordnet. Sie sind im Grenzbereich zwischen den Sedimentgesteinen und den Metamophiten angesiedelt.

Bautechnische Relevanz:
Auf dem internationalen Natursteinmarkt werden viele Tonschiefer angeboten. Auch hier wird häufig lediglich der umgangssprachliche Begriff Schiefer angewandt. Hierunter zählen gelegentlich auch diverse Glimmerschiefer und Phylitte. Ein Nachteil entsteht dadurch nicht, da diese stärker metamoph überprägten Gesteine in der Regel höhere Abriebfestigkeitswerte aufweisen. Eine einheitliche Regelung zur Benennung gibt es weltweit nicht. In Italien werden Tonschiefer zusammen mit anderen Spaltgesteinen häufig unter dem Oberbegriff „pietre“ zusammengefasst. Ebenso verhält es sich in China. Hier wird gemäß GB/T 17670 (Vereinheitlichter Katalog für Naturstein) der VR China einer 4-stelligen Ziffernfolge ein „S“ voran gestellt. Unter diesem „S“ (slate) sind ebenfalls diverse stärker metamorph überprägte Gesteine zu finden. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen sind in EN 12440 exakte Definitionen festgelegt. Hier wird der englische Begriff „slate“ genannt, den man im Deutschen als Tonschiefer übersetzen würde.

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Beitrag erstellt am 17.7.2012